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Wandern mit Kindern: Wie weit? Wohin? Welches Gelände?

Wer mit Kindern wandern geht, muss auf jeden Fall mehr Dinge berücksichtigen, als wenn nur die Erwachsenen gehen! Die Fragen, die sich Eltern stellen: Wie weit? Wohin? Welches Gelände?

Erste Wandertouren mit den Kindern

Regelmäßig erhalte ich Rückfragen zu meinen Tourenbeschreibungen, vor allem zu den Wanderungen mit meinen Kindern. Die Fragen betreffen Weg, Gelände, Unterkünften, Ausrüstung etc. Ich freue mich sehr über diese Nachrichten! Und ich verstehe natürlich auch die Eltern, die – nachdem die Kinder zu klein zum Wandern waren -, nun endlich wieder die Zeit kommen sehen, wo erste Touren mit den Kindern möglich sind.

Wichtig beim Wandern mit Kindern: Es muss spannend sein, mit etwas zum Naschen und etwas zum Spielen. 😉

Wandern mit Kindern: Was geht? Was ist den Kindern zumutbar?

Die meisten Eltern machen es intuitiv richtig und gehen die Sache langsam an. Begonnen wird mit kleinen Ausflügen. Möglichst zu Zielen, die auch für Kinder interessant sind, die also Spielplätze oder Tiere zum Bestaunen oder Streicheln beinhalten, oder zumindest ein köstliches Essen auf der Hütte. Diese kleinen Wanderungen können Stück um Stück ausgedehnt werden. Sind die Kinder fit, kann auch ruhig einmal eine Übernachtung auf einer Hütte eingeplant werden. Was für ein Abenteuer für die Kinder! Wichtig: Wer eine mehrtägige Wandertour in den Bergen plant, sollte daher auf jeden Fall vorher mit den Kinden regelmäßig wandern gewesen sein! Denn: Was, wenn die Kinder nicht mehr weiter wollen oder können. Etwa, weil sie Blasen an den Füßen haben, einen Muskelkater vom Vortag oder es ihnen einfach keinen Spaß macht? Quengelnde Kinder vermiesen schließlich auch den Erwachsenen die schönste Tour.

Wandern mit Kindern: Wie weit? Wohin? Welches Gelände?

Wer mit Kindern in den Bergen wandern möchte, sollte vorab daher auf folgende Dinge achten bzw. bedenken:

  • Bergerfahrung: Sind die Kinder bereits wandern gewesen? Vor einer mehrtägigen Tour auf jeden Fall einmal „eingehen“ und ausprobieren, was den Kindern in puncto Streckenlänge und Gelände tatsächlich zumutbar ist.
  • Schuhe: Die Schuhe sollten nicht nur passen, sondern auch nach mehreren Stunden keine Blasen an den Füßen verursachen. Schuhe eingehen! Tipp: Bei neuen Schuhen verhindern Damensöckchen aus Nylon, unter den Wandersocken getragen, das Entstehen von Blasen!
  • Gefahren: Mitunter geht es in den Bergen direkt neben dem Wanderweg steil bergab! Absturzgefahr! Auch über Unfälle sollte man sich besser vorab einmal Gedanken machen: was, wenn das Kind sich den Knöchel verstaucht und nicht weiter gehen kann? Eine Stelle, wo es sich nicht weiter gehen traut? Solche Situationen sind für Eltern, die selbst über Bergerfahrung verfügen, wohl leichter zu meistern, als für Berg-Neulinge. Mit Kindern empfiehlt es sich übrigens immer, ein Seil im Rucksack mit dabei zu haben.
  • Ausdauer: Wie ausdauernd und gehfreudig ist das Kind? Sind Kinder müde, stolpern sie leicht. In den Bergen kann das ganz schön gefährlich werden: Von Knöchel verstauchen bis abstürzen ist alles möglich. Sind die Strecken zu lang, macht es auch keinen Spaß. Die Kinder also bitte nicht überfordern!
  • Gepäck / Rucksack: Kinder sollten nicht viel tragen müssen. Ein kleiner Rucksack mit Wasserflasche und Regenschutz, vielleicht noch etwas Jause, aber im Prinzip war es das. Ist der Rucksack zu schwer, macht es den Kindern keinen Spaß. Das gilt auch bei Mehrtagestouren. Ganz schön viel zu schleppen für uns Eltern!
  • Hütten: Einfache Berghütten sind nicht mit einem komfortablen Hotel zu vergleichen. In der Regel gibt es keinen Empfang fürs Handy und kein Fernsehen, geduscht wird eher nicht, da das Wasser in den Bergen eiskalt ist, die Unterkünfte sind recht einfach und geschlafen wird oft nur im Matratzenlager. Die Kinder sehen das in der Regel als Abenteuer – auf die fehlende Handy- oder Tabletnutzung sollten sie jedoch vorher vorbereitet werden.
  • Motivationen schaffen: Ein Stück Schokolade zwischendurch liefert frische Energie. Bunte Steine unauffällig am Weg verstecken, gesammelt wird schließlich meistens gerne. Abenteuerwege werden lustiger und aufregender empfunden als Forststraßen. Belohnen mit einem guten Essen auf der Hütte oder mit dem Gefühl, es bis nach oben geschafft zu haben.

Wandern mit Kindern: Keine Bergtouren ohne Erfahrung!

Es ist schön, dass sich so viele Menschen fürs Wandern begeistern. Berg- und Wandertouren mit euren Kindern solltet ihr dennoch Schritt für Schritt angehen. Bitte plant nicht eine mehrtägige Wandertour mit Hüttenübernachtungen, wenn ihr davor noch nie in den Bergen unterwegs wart. Nur weil ihr Erwachsenen euch das nett vorstellt, heißt das nicht, dass es auch euren Kindern gefällt. Habt ihr noch keine Bergerfahrung, startet daher lieber mit einfachen und kürzeren Wanderungen. Dann steigt die Chance, dass es auch wirklich allen in der Familie gefällt!

Wandern mit Kindern: Lies weiter!

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