Allgemein Wandern

Etappe 3: Wandern am Meraner Höhenweg: Von Pfelders zur Stettiner Hütte

Rund 1250 Hm liegen heute auf unserer Wanderung von Pfelders zur Stettiner Hütte vor uns. Gehzeit ohne Pausen: etwas über 4 Stunden.
Ausblick von der Stettiner Hütte
Mitten im Hochgebirge liegt die Stettiner Hütte (2875 Hm) – entsprechend hochalpin zeigt sich die Landschaft mit Fels und Schnee.

Nach dem Frühstück im Hotel Edelweiss, brechen wir um halb neun Uhr morgens in Pfelders auf und folgen den Wegweisern des Meraner Höhenwegs in Richtung Lazinser Alm (Gehzeit ohne Pausen von Pfelders 1h 10min) und Stettiner Hütte (Gehzeit 4h 10 min).

Durch den Wald gehen wir auf der Forststraße vorbei am Lazinser Hof (1782 Hm) und gehen weiter bis zur Lazinser Alm (1860 Hm). Bis hierher ist der Weg wenig ansteigend und ebenso wenig anstrengend. Auf der Lazinser Alm, die wir nach gut einer Stunde Gehzeit erreichen, machen wir eine kurze Rast. Die Kinder bekommen als Energieschub für den kommenden Anstieg ein Eis. Die Hälfte der gesamten Etappenlänge von Pfelders bis zur StettinerHütte haben wir nach dieser Stunde Gehzeit bei der Lazinser Alm bereits geschafft – dennoch liegen für die zweite Wegeshälfte noch 3 Stunden reine Gehzeit für den bevorstehenden Aufstieg hinauf zur Stettiner Hütte noch vor uns. Das sind noch 1000 Hm.

Blick auf die Lazinser Alm
Das Panorama vom Meraner Höhenweg zurück auf die Lazinser Alm.

Kurz nach der Lazinser Alm steigt der Weg bereits an. Die Almwiese, an der wir vorbei kommen, wird ganz eindeutig von einer Murmeltier-Familie bewohnt. Zuerst hören wir nur das typische Pfeiffen der Murmeltiere und sehen die Murmeltier-Bauten, Dann sehen wir auch die putzigen Nager selbst umher huschen und wieder schnell in ihrem Bau verschwinden.

wanderer gehen am steilen Meraner Höhenweg
In steilen Serpentinen geht der Meraner Höhenweg von der Lazinser Alm nach oben.

Am Ende der Murmeltier-Almwiese bestaunen wir einmal mehr die schönen Waserfälle, die an den Felswänden herab kommen. Teilweise hat sich das Wasser schon tief in den Stein hinein gearbeitet.

Unzählige Wasserfälle rauschen rund um Pfelders und die Lazinser Alm die Felshänge herab.

Steil geht der Weg inzwischen in Serpentinen nach oben. Er ist gut markiert, an Weggabelungen beschildert und nicht zu verfehlen.

Mädchen wandert am Meraner Höhenweg zur Stettiner Hütte
Anstrengend ist der Aufstieg zur Stettiner Hütte – die Aussicht dafür traumhaft.

Vom Aufstiegsweg zur Stettiner Hütte gibt es offenbar noch eine zweite, ältere Variante, die aber offenbar – wie wir weiter oben an den ensprechenden Beschilderungen erkennen können – wegen Steinschlaggefahr gesperrt ist.

entlang am Meraner Höhenweg
Je weiter nach oben wir kommen, desto karger wird die Landschaft entlang des Meraner Höhenwegs.

Da wir mit unseren beiden Kindern ( 6 und 8 Jahre alt) diese Tour unternehmen, lassen wir uns Zeit und legen lieber einmal zuviel als zuwenig eine Rast ein. Je weiter nach oben wir kommen, desto hochalpiner wird das Panorama: Außer einigen wenigen spärlichen Alpinblümchen ist kaum ein Grün mehr erkennbar. Wir stapfen über Schneefelder den Weg in Richtung Stettiner Hütte. Als wir näher kommen, sehen wir einen Bartgeier um einen nahen Gipfel kreisen.

der letzte Anstieg vor der Stettiner Hütte
Der letzte Anstieg zur Stettiner Hütte, die bereits links im Bild ganz klein zu sehen ist.

Es ist bereits circa 15 Uhr, als wir auf der Stettiner Hütte ankommen. Hochalpin und abenteuerlich ist das Ambiente hier. Nachdem die Stettiner Hütte von einer Lawine zerstört wurde, konnte man einige Zeit lang hier oben nicht mehr übernachten. Nun wurde sie neu errichtet bzw. ist noch in der Fertigstellung: Als wir unser kleines Häuschen (je 2 Zimmer für je 4 Personen) für diese Nacht beziehen, montiert einer der Hüttenleute gerade noch eine Leiste am Dach.

Der Weg kurz vor der Stettiner Hütte
Die letzten Meter bis zur Stettiner Hütte: gleich haben wir’s geschafft.

Groß sind diese Häuschen nicht, aber ausreichend und zweckmäßig. Besonders, da alles noch ganz neu ist, sind die Hüttchen sogar ziemlich gemütlich – und zwar umso mehr als in der Nacht ein heftiges Unwetter niedergeht und der Regen gegen das Fenster und die Holzwände prasselt. Diese kleinen Holzhäuschen sind hier oben, frei stehend auf 2875 Hm, der einzige Schutz vor den Turbulenzen der Natur da draußen. Aber kein einziges Ruckeln ist zu spüren, die Häuschen stehen fest am Boden. Eine Übernachtung auf der Stettiner Hütte ist schon ein besonderes Abenteuer.

Impressionen von der Stettiner Hütte: Ja, es war abenteuerlich! Echt super!

Der Kartenausschnitt von Etappe 3: Tag 3_Pfelders_Stettiner Hütte

Der Weg von Pfelders zur Stettiner Hütte

Diese Etappe ist Teil einer 5-tägigen Wanderung durch die Südtiroler Berge der Texelgruppe bei Meran. Lies hier weiter:

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