Allgemein Die Serie zum Laufstart Laufen

Laufen bei Regen. Warum du im Herbst auch bei Schlechtwetter laufen solltest

Eine Ode an den Herbstlauf. Wird es draußen kalt und ungemütlich, kann ein Lauf ganz neue Erfahrungen mit sich bringen. Im positiven Sinn.

Unweigerlich ist es jedes Jahr wieder so weit: der Sommer ist vorbei, die Sonne zeigt sich nur mehr selten, der Wind frischt auf und draußen wird es kalt und ungemütlich. Die Versuchung, sich im trauten Heim wohlig hinzukuscheln, steigt proportional zu den sinkenden Temperaturen. Anfänger können an dieser Stelle beruhigt sein, auch vielen erfahrenen Läufern kommen beim Blick in den mit Regenwolken verhangenen Himmel Zweifel, ob sie denn wirklich die Laufschuhe schnüren sollen.

Aber klar! Schaut euch das Bild an! Seht ihr die Regentropfen auf die Wasseroberfläche prasseln? Wie die Farben des Herbstes auf den Blättern leuchten? Ist das nicht herrlich? Ich gebe zu: als ich zu diesem Lauf von zu Hause gestartet bin, hat es nur vereinzelt getröpfelt. Aber nach 20 Minuten hat es schon ganz schön geregnet. Und immerhin war ich an diesem Tag 1,5 Stunden unterwegs. Und soll ich euch etwas sagen: es war ein super herrlicher und super sinnlicher Lauf durch den Wald, einer der besten, an den ich mich heute noch gerne erinnere. Eben weil durch das leise Rauschen des Regens, durch dieses gleichmäßige und ruhige Dahintröpfeln, durch die Stille des Waldes und seines ungewohnt feuchten und modrigen Geruchs die Sinne extrem angesprochen wurden. Es war genau dieses intensive Erleben der Natur, das diesen Lauf so besonders machte.

Aber natürlich regnet es im Herbst nicht ständig. Läufe im Regen sind auch bei mir die Ausnahme und kommen nur vor, wenn mich der Wolkenbruch unterwegs doch noch erwischt. Im Herbst genieße ich vor allem die schönen Herbstfarben der Blätter und des Laubes sowie die frische Luft, die meine Atemwege langsam auf den Winter vorbereitet.

Und das ist auch der wichtigste Grund um im Herbst outdoor aktiv zu sein: gerade wenn es draußen ungemütlich wird, stärkt Bewegung an der frischen Luft die Abwehrkräfte. Die Frage ist außerdem eine ganz prinzipielle: willst du über den Winter eine Laufpause einlegen? Dazu solltest du für dich beantworten, inwieweit du das Laufen im Fall einer Pause vermisst bzw. ob du über den Winter hinweg deine Kondition verlieren, halten oder sogar ausbauen willst. Eines ist jedenfalls klar: Möchtest du im Winter laufen, musst du sowieso auch im Herbst laufen. Schon alleine deswegen um deine Atemwege auf die kalte Winterluft vorzubereiten. Ansonsten riskierst du bei einem Lauf im Winter deine Atemwege ernsthaft zu beleidigen.

Wie du dich selbst bei nicht ganz so tollem Wetter motivieren kannst: stelle dir vor, wie gut du dich nach deinem Run fühlen wirst; mache dir bewusst, dass du während des Laufens Schlechtwetter viel weniger wahrnimmst; du stärkst deine Abwehrkräfte; deine Atemwege werden widerstandsfähiger; du schaffst den Übergang um auch im Winter weiter zu laufen; dadurch wirst du fit bleiben und deine Kondition behalten.

Wie sagt ein bekanntes Sprichwort: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung! Also raus geht’s!

2 Kommentare

  1. Hallo Catharina! Ich finde, Du hast es auf den Punkt gebracht und Deine Eindrücke herrlich wiedergegeben. Ich jogge auch bei Wind und Wetter und kann es nur bestätigen. LG Stefan

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