Die Serie zum Laufstart Laufen

Laufstart 4: Der schönste Ort zum Laufen

Der schönste Ort zum Laufen? Ist für mich eindeutig der Wald. Zu jeder Jahreszeit. Bei jedem Wetter. Naja, ok, bei fast jedem Wetter. Nach tagelangen sintflutartigen Regenfällen weiche auch ich lieber auf den Asphalt aus – aber gegen ein bisschen Gatsch habe ich ansonsten nichts einzuwenden.

Die Sinnlichkeit des Waldes

Selbst im Winter, wenn die Wege verschneit sind, gibt es wenig schöneres als einen Lauf durch den Wald: Gerade, wenn es frisch geschneit hat und der Schnee unter den Schuhen knirscht, der Schnne ist entweder noch ganz frisch und pulvrig oder bereits fest getreten von anderen Läufern oder Spaziergängern. Die Sonne, sollte sie denn scheinen, bahnt sich mit ihren Strahlen ihren Weg durch die kahlen Baumkronen bis auf den Waldboden.

Im Frühling sprießt der erste Bärlauch, die Blattknospen leuchten in frischem Grün, die Vögel zwitschern aufgeregt in den Zweigen, das Leben in der Natur beginnt von Neuem. Im Sommer bietet der Wald gerade an unerträglich heißen Tagen dem Läufer ein Plätzchen voll von angenehmer kühler Luft, weg vom Smog der Stadt. Der Herbst ist erfüllt vom bunten Farbenspiel der Blätter und der Unbeständigkeit des Wetters.

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Der Wienerwald im Herbst: Impressionen wie aus einer anderen Welt. Mehr zum Thema „Laufen im Herbst“ findest du hier.

Jede Jahreszeit hat ihre Reize. In jeder Jahreszeit ist der Wald voll von besonderen Eindrücken auf die Sinne. Nicht nur bei schönem Wetter ist der Wald ein Genuss, auch ein leichter Nieselregen hat durchaus seinen Reiz und die Konfrontation mit den Elementen lässt uns umso mehr unsere Verbundenheit mit der Kraft der Natur spüren. Ich liebe die Läufe durch den Wald. Sie sind ein sinnliches Erlebnis und prägen sich mitunter tief ins Gedächtnis ein. Jeder Lauf kann einzigartige Impressionen bieten, jeder Lauf kann etwas Besonderes sein. Du spürst deinen Atem und du spürst deinen Körper und du spürst die Natur. Und im Idealfall spürst du, wie dein Atem, dein Körper und die Natur im Einklang sind. So macht Laufen Spaß! Laufen um des Laufens willen! So entsteht übrigens intrinsische Motivation. Denn es sind diese Momente, die sich in dein Gedächtnis einprägen und die dich dazu bringen, beim nächsten Mal die Laufschuhe wieder schnüren zu wollen. Mit Leidenschaft. Du willst nicht länger laufen, weil du ein Ziel damit verfolgst, sondern du hast deine Motivation auf eine höhere Stufe gehoben.

City Runner

Natürlich bieten sich uns modernen Großstadtmenschen nicht immer Ort und Gelegenheit um auf weichem Waldboden unsere Füße voran zu setzen. Morgens vor der Arbeit oder abends nach Büroschluss muss oft die Runde am Asphalt ausreichen. Viele Läufer bevorzugen sogar den harten Untergrund, finden sie doch hier die besten Trainingsvoraussetzungen für den nächsten Wettkampf. Zumeist fallen die Steigungen, das Auf und Ab der Waldwege, weg. In der Stadt ist meist alles eben. Für Anfänger ein Vorteil, denn gerade am Anfang können Steigungen dich schnell außer Atem kommen lassen.

Solltest du in der Stadt wohnen, ist Laufen am Asphalt wohl das naheliegendste. Auch in der Stadt bieten sich schöne Laufstrecken an, wie etwa hier neben dem begrünten Wienfluss.

Solltest du jedoch öfters auf Asphalt laufen, solltest du auf deine Gelenke achten. Denn anders als auf weichem Waldboden werden deine Schritte am Asphalt nicht abgefedert. Beim Schuhkauf solltest du dich daher beraten lassen und deinen Gelenken zuliebe entsprechende Schuhe für harten Untergrund wählen.

Das Laufband

Als Alternative bietet sich noch Laufen am Laufband an. Eventuell kann es für dich hilfreich beim Einstieg sein, wenn du noch nicht ohne Gehpausen laufen kannst und es dir so leichter fällt, dran zu bleiben. Das Laufband ist gut, aber die Beinmuskulatur wird doch anders beansprucht als wenn du selbst läufst. Wundere dich nicht über meine Formulierung. Es stimmt schon, auch auf dem Laufband läufst du schließlich selbst. Nur mit dem Unterschied, dass auf der Straße oder im Wald der Weg nicht auf dich zurollt, nach hinten weiter zieht … du verstehst was ich meine. Auf dem Laufband rollst du mit deinem Fuß daher auch anders ab als outdoor. Das Laufband ist ein tolles Trainingsgerät, du kannst gezielt nach Zeit, Tempo, Steigung, Intervall trainieren und bist vom Wetter unabhängig – gerade im Winter bei tiefen Minusgraden eine nicht zu verachtende Option. Abhängig davon, wo du auf dem Laufband läufst, kann jedoch die Luft recht stickig sein oder die Laufbänder im Fitnesscenter stehen so nah nebeneinander, dass es doch etwas beengend wirkt.

Ich für meinen Teil lobe mir da schon die frische Luft und die Freiheit und die Schönheit der Natur.

Leberblümchen im Frühling – my favourites 😉

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